Begrüßungen & Abschiede

Tara und der Piepmatz

Begrüßungen und Abschiede verlaufen in meinem Leben zuweilen ziemlich merkwürdig. Eine dieser Begebenheiten trug sich zu, als ich nach langer Zeit letzte Woche meine Lieblingstante in Heerlen besuchen wollte. Ich klingelte, keiner da. Ich ging eine Runde mit meinem Hund, klingelte wieder, immer noch keiner da. Setzte mich in mein Auto, die Haustür so halb im Blick und schrieb ihr ein paar Zeilen, für den Fall, dass sie nicht nach Hause kam. Langsam machte sich in mir die Gewissheit breit, dass sie unsere Verabredung wohl vergessen hätte. Ich stieg aus, ging auf die Haustür zu und sah schon ihr geliebtes schwarzes Hollandrad am Zaun vor der Tür angekettet. Hmm, jetzt hab ich doch verpasst, als sie eben nach Hause gekommen ist, dachte ich noch und versuchte nicht allzu verärgert darüber zu sein, dass ich insgesamt zwei Stunden gewartet hatte. Sie öffnete mir mit einem seltsamen Blick und meinte, sie hätte mich schon viel früher erwartet! Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie nur zwei Mal kurz einkaufen war, jeweils etwa zehn Minuten und dass wir es tatsächlich geschafft hatten, drei Mal aneinander vorbei zu laufen. So ein Pech trifft mich des öfteren… ;)

Die Verabschiedung hingegen war ein Ereignis, das denkwürdiger nicht hätte ausfallen können. Am nächsten Tag wollte ich gegen sieben Uhr abends nach Aachen aufbrechen, um dort noch die letzten Konzerte des September Specials zu erleben. Meine Tante war um sieben mit einer Freundin verabredet. Als ich mich grade dran machte, meine Sachen zum Auto zu schleppen, klingelte es. Die Freundin meiner Tante kam in den Hausflur und wich mit ängstlichem Gesicht direkt wieder zurück, als sie hinter mir die laut bellende Tara bemerkte – leider hat mein Hund die äußerst hündische Angewohnheit, jeden, der an der Wohnungstür klingelt, sofort zu warnen: “Kein Schritt, bevor ich nicht rieche, wer Du bist und ob Du in Ordnung bist”. In Duisburg, unserer momentanen Wahlheimat, hat das schon zu etlichen wütenden Schimpftiraden seitens der meist mit Migrationshintergrund ausgestatteten Postboten geführt. Zum Glück weiß ich, dass es nur ein Warnbellen ist und kein bösartiges, aber natürlich bin ich nicht so naiv, das sofort jedem mitzuteilen… ;) Jedenfalls versuchte meine Tante sie zu beruhigen, doch sie wollte die Wohnung nicht betreten, woraufhin ich meinen Abschied beschleunigen und schnell an ihr vorbei nach draußen laufen wollte. In diesem Moment klingelte es erneut, diesmal beim Nachbarn nebenan. Der Türöffner wurde betätigt, und nun geschahen mehrere Dinge gleichzeitig: der bestellte Pizzabote betrat den Flur, der Hund des Nachbarn, ein Rüde, schoß aus der sich öffnenden Wohnungstür an uns allen vorbei und schnurstracks in die Wohnung meiner Tante, deren Haustür auch immer noch offen stand, auf der Suche nach Tara – die grade erst beschlossen hatte, nicht mehr läufig zu sein, nichts desto trotz aber noch so verlockend roch, dass sämtliche männlichen Hunde der Nachbarschaft winselt am Garten meiner Tante vorbeiliefen – und die Freundin flüchtete. Ich mit meinem Gepäck und dem bellenden Hund mitten im Chaos, das laute Gekläff des Nachbarhundes namens Nelson, meine besorgte Tante, der ratlose Nachbar, der wartende Pizzabote, alles durcheinander und plötzlich so komisch, dass wir alle einschließlich des Pizzaboten tierisch losbrüllten vor Lachen. Während ich meine Sachen raustrug und mich innig von meiner Tante verabschiedete, merkte plötzlich irgend jemand, dass die Freundin weg war. Meine Tante rief nach ihr – keine Antwort. Irgendwann eine piepsige Stimme aus dem Keller: “Ich bin hier unten”. Daraufhin konnte sich keiner mehr halten und eine neue Lachsalve schoß durch´s ganze Haus. Ich lief lachend zu meinem Auto, stieg lachend ein und fuhr mit einem fetten Grinsen nach Aachen. Wenn ich an diesen Abschied denke, dann freue ich mich, weil er mir immer wieder einfallen wird und ich dann lächeln werde.

Bei diesem Besuch ist das Bild oben entstanden. Tara und der verkrüppelte Piepmatz, den meine Tante vor dem sicheren steht-einsam-in-dunkler-verrauchter-Ecke-Käfigtiertod bewahrt hat, haben sich kennen gelernt und Freundschaft geschlossen, soweit man dies von Vogel und Hund behaupten kann. Anfangs war allerdings gar nicht so sicher, ob Tara da nicht grade eine saftige Keule anstarrt… ;)

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Apfelkompott

Geschafft!

Echte Bioäpfel =)

Heute habe ich zum ersten Mal Apfelkompott selbst gemacht. Meine Mama hat früher viel Obst eingeweckt, da war unser Garten noch voller Beerensträucher und Rhabarber. Ein riesiger, prächtiger Kirschbaum blühte jedes Jahr und bescherte uns Kindern eine köstliche Naschzeit. Irgendwann verschwanden nach und nach die Sträucher, der Obstbaum wurde gefällt und ich zog aus und kaufte mein Obst im Supermarkt. Jetzt haben meine Eltern seit einigen Jahren wieder einen Apfelbaum mit der Sorte “Cox Orange”. Vorgestern hab ich mir einige Kilo davon frisch vom Baum gepflückt. Nach dem Prinzip: die Guten ins Körbchen, die Schlechten ins Töpfchen, hab ich die Hälfte der Äpfel mit Apfelessig, Zitronensaft und Zucker eingekocht und danach siedend heiß in gereinigte Gläser gefüllt. Ob es mir gelungen ist, das Ganze haltbar zu machen, weiß ich noch nicht, und so heißt es in nächster Zeit: Apfelkompott mit Joghurt zum Frühstück, Apfelkompott als Beilage zum Abendessen und Apfelkompott als Nachtisch. Zum Glück ist er wirklich köstlich geworden, vielleicht ein bißchen zu süß, aber die frischen Äpfel schmecken hammermäßig! =)

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Unsere neue Küche…

1. Entwurf zur neuen Küche

1. Entwurf zur neuen Küche

…existiert bisher erstmal nur als Datei im Ikea Küchenplaner. Einfach genial, das Tool! Hir kommt also der erste vorzeigbare Entwurf zu unserer neuen Küche in unserer zukünftigen Altbauwohnung im Dachgeschoss. Wir haben dort einen schön großen Koch- und Eßbereich, den wir besonders gemütlich, aber auch hell und lebendig gestalten möchten. Was haltet ihr von frisch zitronengelben Wänden zu viel hellem, schicken Holz und glänzend weißen Küchenfronten? Dazu natürlich Pflanzen in kräftigem Grün, sowie Vorhänge, Schalen und Bilderrahmen in saftigen Farben… Ooommmm, das Aufstehen wird bald ein Genuß!! =)

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Babybäuche

Gipsabdruck vom BabybauchGipsabdruck BabybauchBei der ersten Schwangerschaft meiner Freundin musste ich natürlich unbedingt einen Gipsabdruck von ihrem Babybauch machen (siehe unten). Eigentlich haben wir damals alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und trotzdem ist eine schöne Maske herausgekommen. Mittlerweile, drei Masken und eine Schwangerschaft weiter, bin ich schon ein echter Profi, was das Abformen und Feinschleifen des Gipsabdrucks angeht. Zur Befestigung der Maske, die nach diversen Arbeitsgängen schon einiges an Gewicht zulegt, an der Wand hab ich meine eigene Methode entwickelt, die hier natürlich nicht verraten wird. Dass der Phantasie beim Gestalten des Babybauchs keine Grenzen gesetzt sind, ist genau mein Fall! =)

Also Mädels, wenn euch meine Kunst gefällt, meldet euch! Ich erfülle (fast) jeden kreativen Wunsch…

Gipsabdruck BabybauchGipsabdruck Babybauch

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Ich bin Betzo!

Hallo ihr Lieben!

Betzo

Ich bin Betzo.

Nun ist es soweit: Ich starte mein erstes Onlinetagebuch. Hat ja auch lang genug gedauert! Hier werde ich euch spontane Einblicke in mein aufregendes Leben gewähren (hoffe der Zynismus weicht demnächst einer tiefen inneren Überzeugung… ;) ).

Also hier links, das bin ich. 29 Jahre und von Geburt ein Widder… ;) Ich liebe schwimmen, baden und wandern. Ich koche, zeichne und bastle gern. Mich fesseln gute Bücher (zuletzt von Doris Lessing “Das fünfte Kind”), gute Filme (zuletzt “Inception” mit Leonardo Di Caprio) und interessante Menschen. Und für dies und alles andere gibt es nun diesen Blog.

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